Praxisbilder

Geburtshilfe

Automatisierte CTG-Interpretation und fetale Pulsoxymetrie online

Das CTG unter der Geburt hat den Nachteil einer geringen Spezifität. Zudem zeigt die Interpretation große intra- und interindividuelle Abweichungen. Als Folge dieser Unsicherheit werden wegen eines „verdächtigen“ CTGs gehäuft Kaiserschnitte durchgeführt, welche sich bei kritischer retrospektiver Betrachtung leider als unnötig angesehen werden müssen. Durch eine automatisierte CTG-Interpretation, basierend auf internationalen Richtlinien (FIGO) hofft man diesen Nachteil reduzieren zu können. Durch Hinzufügen einer kontinuierlichen Information über die fetale Sauerstoffversorgung (blaue Linie) mittels des von Knitza und Rall entwickelten und von Nonin industriell gefertigten Pulsoxymetriesystems (FetalSAT®) ist mit einer noch zuverlässigeren Beurteilung des fetalen Befindens zu rechnen.

Beide Parameter lassen sich kombinieren und online überall verfügbar machen.

Diese zuverlässige, ortsunabhängige, objektive online Befundübermittlung kann in forensischer Hinsicht künftig erheblich Relevanz gewinnen.

 

Aktuelle Publikationen zu diesem Thema

  • R. Knitza Fetale Pulsoxymetrie – Abschied oder Neuanfang?
    Geburtsh. Frauenheilkunde 2007; 67: 111-112
  • R.Knitza Fetale Pulsoxymetrie und Sectiorate: kritische Anmerkungen zu einer neuen Studie.
    Die Hebamme 2007; 20: 183
  • R. Knitza Kontinuierliche Messung des fetalen Wohlbefindens sub partu – der Abschied von der fetalen Pulsoxymetrie?
    Leserbrief Z. Geburtshilfe Neonatol. 2007; 211: 42
  • R. Knitza: Stellungnahme zur Publikation von: Bloom, S.L., Spong,C.Y., Thorm E. et al.: "Fetal Pulse Oximetry and Cesarean Delivery" N.Engl. J. Med. 2006; 355:11-28
    In: FHA Frauenheilkunde aktuell 2006; 15/4, 33